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Warum Influencer Marketing wichtiger ist denn je

Die jetztige Situation stellt alle Menschen und Branchen vor eine große Herausforderung. Die richtigen Ziele und Handlungen fest zu stecken, kann in dieser Zeit eine der wichtigsten Entscheidungen der Unternehmensgeschichte sein. Auch in unserer Branche, dem Influencer Marketing, stehen Firmen und Influencer vor einer großen Herausforderung. Viele würden jetzt vielleicht denken, die Werbemaßnahmen nach unten zu schrauben sei der richtige Weg. Doch wir finden: Influencer Marketing ist im Moment wichtiger denn je. Warum dies so ist und was sowohl Plattformen, Influencer als auch Brands tun können, um aus dieser Situation das Beste zu machen, erklären wir im folgenden Artikel.

Inhalt

  1. Influencer Marketing
  2. Vorurteile gegenüber der Branche
  3. Wie Influencer in dieser Zeit helfen können und Guidelines zur Kommunikation auf Social Media
  4. Was Plattformen in dieser Zeit tun können
  5. Best Practice
  6. Fazit

1. Influencer Marketing

Zunächst eine kurze Definition des Begriffs Influencer. Oftmals werden Influencer anhand ihrer Follower-Größe gemessen. Hat jemand viele Follower gilt er als Influencer. Doch die Definiton kann auch weit darüber hinaus gehen. Martin Faltl definiert den Begriff Influencer wie folgt:

„Influencer sind kreative Individuen, die (1) regelmäßig öffentlich zugängliche Inhalte produzieren, die (2) bereit sind, dabei mit Marken zusammenzuarbeiten und (3) deren Inhalten Einfluss auf das Verhalten von Followern haben.“

Somit können Influencer in folgenden Personengruppen gefunden werden:

  • Celebrities
  • Politiker
  • Journalisten
  • Fachexperten
  • Familie
  • Freunde
  • Tiere

Des Weiteren können sich Influencer noch nach Accountgröße, Themengebiete und Kanal unterscheiden. Die Influencer Definition von Martin Faltl sollte als grundlegend verstanden werden. Allerdings sollte klar sein, dass sich aufgrund der Vielfältigkeit im Social-Media-Bereich die Influencer Definition je nach Influencer-Typ und Themen-Sparte nochmals erweitern kann. Die klare Definition für das Wort Influencer gibt es also nicht. Es kommt darauf an, welche Art Influencer gesucht wird.

2. Vorurteile gegenüber der Branche

Aussagen wie „Influencer, das ist doch gar kein Beruf“, „Influencer verdienen ihr Geld mit Nichtstun“ und „Influencer drehen ihren Followern nur Produkte an, um sich selbst zu bereichern“, kennt jeder von uns nur zu Genüge. Gerade in der aktuellen Situation müssen Influencer und die gesamte Branche wieder einiges an Kritik einstecken. Die Influencer präsentieren auf ihren sozialen Kanälen gerne das scheinbar perfekte Leben. Reisen um die Welt, kochen Essen wie aus dem Kochbuch, leben also ihr gewohntes Leben weiter. Viele User der beliebten sozialen Plattformen verstehen dieses Verhalten der Influencer nicht. In dieser Situation sollten die Influencer, der Meinung einiger Follower nach, mit ihren gewohnten Postings aufhören.

Doch was viele dabei vergessen: Influencer zu sein ist sehr wohl Arbeit und für viele User der Plattformen auch die Basis ihres Lebensunterhaltes. Die meisten Influencer arbeiten als Freiberufler oder Selbstständige. In diesen Zeiten sind sie besonders schwer getroffen, denn bei dieser Arbeitergruppe gilt die Devise: Keine Arbeit/Aufträge auch kein Einkommen. Sie sind nicht von Seitens eines Arbeitgebers geschützt und müssen sich alleine durch diese Situation kämpfen. Im Grunde macht ein Influencer mit seinen Postings nichts anderes, als weiterhin seiner Arbeit nachzugehen. Über Inhalte der Postings und Storys kann noch einmal diskutiert werden, jedoch hat die Ausübung des Influencer Marketings in der aktuellen Zeit definitiv seine Berechtigung. Man darf nämlich auch nicht vergessen, dass Influencer nicht nur Werbetreibende sind, sondern vielmehr Meinungsbilder und mittlerweile einen hohen Stellenwert in der Verbreitung von Nachrichten haben. Somit kann Influencer Marketing als positives Medium wahrgenommen werden.

3. Wie Influencer in dieser Zeit helfen können und Guidelines zur Kommunikation auf Social Media

Wie eben erwähnt stellt ein Influencer mittlerweile viel mehr als nur einen Werbetreibenden dar. Obwohl das Influencer Marketing schon seit Jahren stetig im Markt wächst, muss es sich manchmal seine Anerkennung noch verdienen. Doch Influencer besitzen etwas, dass gerade in Krisenzeiten essenziell ist: Reichweite. Der Post eines einzelnen Influencers kann tausende, wenn nicht sogar Millionen von Menschen erreichen. Die Schnelligkeit und Weitläufigkeit der sozialen Medien, wird noch oft unterschätzt. Doch schaut man sich das Nutzerverhalten der jüngeren Generation an wird schnell deutlich, dass diese Generation mehr Zeit mit sozialen Medien verbringt als vor dem Fernseher oder mit Zeitunglesen. Somit kann Influencer Marketing ein Medium zur Nachrichtenübermittlung darstellen. Was können Influencer also tun um mittels Influencer Marketing ihre Reichweite aktiv zu nutzten:

Nachrichten teilen

Ebenso schnelllebig wie das Internet, ist zurzeit auch die Nachrichtenerstattung. Jeden Tag ergeben sich neue Änderungen und daraus auch wieder neue Richtlinien für die Bevölkerung. Durch ein paar Klicks kann ein Influencer einen Post, z.B. der Bundesregierungen oder eines Politikers teilen und somit auf einen Schlag tausende von Menschen informieren.

Hashtags teilen

Ein Hashtag besteht meist nur aus einem oder ein paar wenigen Worten, hat aber eine große Bedeutung. Der Vorteil von Hashtags: Die Community kann aktiv mit einbezogen werden, den Hashtag ebenso zu verwenden. So kann schnell über die sozialen Medien eine Bewegung gestartet oder eine wichtige Message verbreitet werden.

Hilfeaufrufe unterstützen

Vielen Einrichtungen wie Krankenhäuser, Kinderbetreuungen etc. mangelt es in den letzten Tagen an notwendigen Materialien. Einige Geschäfte haben Angst während der Corona-Virus-Krise insolvent zu gehen. Doch diesen Menschen kann eine Stimme gegeben werden, über Influencer Marketing. Ein Repost oder ein Hinweis in der Story eines Influencers kann wahre Wunder bewirken.

Gute Laune verbreiten

Auch wenn einige Menschen es nicht gut heißen in dieser Zeit die gewohnten Inhalte weiter fortzusetzen, ist es doch für alle User einfach nur erfrischend. Jeden Tag bekommen wir in den Nachrichten schlechte Meldungen oder neue Verbote mitgeteilt. Die meisten Menschen verbringen ihre Zeit momentan in der Wohnung. Als Beschäftigung dient hier natürlich das Internet und die sozialen Netzwerke. Inhalte fernab des Corona Virus sind hier sehr erfrischend und können so für einen Moment die stressige Situation vergessen lassen.

Produktplatzierungen

Ja auch in Zeiten des Corona Virus ist es durchaus sinnvoll und auch notwendig Produktplatzierungen über Influencer zu tätigen. Natürlich sollte hierbei auf die Notwendigkeit des Produktes geachtet werden. Aber für medizinische Produkte, Produkte aus dem Gesundheitsbereich, Lebensmittel- und Drogerieunternehmen, Unternehmen aus dem Bereich Homefitness etc. bieten sich jetzt attraktive Chancen ihre Produkte zu promoten. Im Vordergrund steht dabei nicht der reine Verkauf, sondern der Community eine Hilfestellung und Input für kreative Ideen zu leisten.

Insbesondere Onlineshops haben hier einen entscheidenden Vorteil. Sie haben kein stationäres Geschäft, welches von Kunden besucht werden kann. Selbst in Zeiten von Ausgangssperren kann bei einem Onlineshop bestellt und geliefert werden.

Natürlich sollten diese Aktionen aber immer in einem passenden Rahmen dargestellt werden. Um nicht in Fettnäpfchen zu treten haben wir hier noch ein paar Guidelines für Influencer, die sie bei ihren künftigen Postings beachten sollten:

  • Für Reposts immer seriöse Quellen wählen: z.B. Nachrichten-Institutionen wie @daserste oder @ntvnachrichten. Aber auch Zeitungsquellen wie @handelsblatt.

  • Die Richtigkeit der Inhalte prüfen: Im Moment sind viele Fake-News im Umlauf. Als Influencer kann mich selbst schützen, indem man vorher die Quellen prüft oder selbst noch einmal zu dem Thema recherchiert.

  • Die richtige Mitte finden: Ein guter Ausgleich zwischen gewohnten Content und aktuellen Gegebenheiten ist sicherlich der beste Weg. Man sollte und kann die aktuelle Situation nicht ausblenden, jedoch ist der Kanal eines Influencer für ein bestimmtes Thema bekannt und dies sollte nicht komplett auf Eis gelegt werden.

  • Authentizität: Natürlich ist es wichtig seine mediale Macht zu nutzten. Wenn ein Influencer aber vorher nicht viel mit Politik und Nachrichten zu tun hatte, sollte er dies auch eher in geringer Dosis an seine Follower weiter geben. Wichtige Informationen zu teilen ist aber immer sinnvoll.

  • In Interaktion treten: Es ist immer sinnvoll seine Community mit einzubeziehen. Ein Influencer kann Abstimmungen durchführen, ob er seinen gewohnten Content ausspielen soll oder eben eher nicht. Auch ein langes ausgiebiges Q&A kann ein guter Weg sein mit der Community zu interagieren.

  • Produktanfragen gut überdenken: Dies sollte so oder so immer der Fall sein. Allerdings ist es zum jetzigen Zeitpunkt noch wichtiger denn je. Influencer sollten immer gut abwägen ob diese Kooperation zur aktuellen Zeit passt und der Community einen Mehrwert bietet. Wenn das Produkt/die Marke diese Kriterien erfüllt ist es absolut in Ordnung weiterhin Kooperation einzugehen.

  • Auf die Menge kommt es an: Wie bereits erwähnt, ist Influencer Marketing für viele Influencer der Weg ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Somit kann auch nicht auf die Ausübung verzichtet werden. Jedoch kann die Quantität etwas nach unten geschraubt werden und noch mehr auf Qualität geachtet werden.

  • Etwas für sich selbst tun: Wer es sich leisten kann, sollte auch ruhig eine kleine Pause einlegen oder zumindest die Frequenz nach unten schalten. Solche Situation sind auch immer ein guter Ausgangspunkt für Neustrukturierung und Selbstfindung.

  • Be yourself: Dieser Punkt ist die wichtigste Guideline. Wenn Influencer einfach ihrem Stil und ihrer Art treu zu bleiben, werden ihren auch die meisten Follower treu bleiben und sie weiterhin unterstützen.

4. Was Plattformen in dieser Zeit tun können

Doch nicht nur die Influencer selbst können in dieser Zeit viel bewirken, die sozialen Medien haben als Ausspielort des Contents eine nahezu ähnliche, wenn nicht sogar gleiche Macht. Im Hintergrund der Plattformen arbeitet ein Algorithmus stätig daran den Usern Inhalte auszuspielen, die aufgrund ihrer vorangegangen Aktivitäten und Suchen für den User von Interesse sein könnten.

So kommt es Beispielsweise zustande, dass der „Entdecken-Feed“ in Instagram bei zwei Menschen komplett anders aussieht. Doch nach den Interessen der User werden nicht nur Plattforminhalte oder Werbeanzeigen ausgespielt, auch Inhalte von Personen, denen man aktiv folgt werden kategorisiert. Die Plattformen haben hier also eine große Macht und entscheiden mehr oder weniger, was oder zumindest in welcher Reihenfolge uns als User ausgespielt wird. Plattformen stehen nun auch in der Verantwortung ihren Usern einen Mehrwert zu bieten.

Die Plattform Pinterest geht hier als gutes Beispiel voran und informiert ihre Business-User darüber, dass sie künftig relevante Inhalte zur aktuellen Situation rund um das Covid-19 Virus unterstützen werden. Doch Pinterest geht noch einen Schritt weiter, nicht nur Inhalte zu diesem Thema werden unterstütz, Pinterest selektiert die Inhalte der User auch noch vor. Sprich, nur Informationen aus vertrauenswürdigen Quellen wie beispielsweise der WHO (Weltgesundheitsorganisation) werden von Pinterest unterstütz und somit auch leichter von den Usern gefunden. Natürlich reagiert die Plattform auch auf die steigenden Suchanfragen in bestimmten Bereichen und versucht diese noch zugänglicher und Attraktiver für die Nutzer zu gestalten.

Auch Facebook informiert seine Nutzer über die aktuellen Ereignisse und gibt Usern die Möglichkeit einen eigens eingereichten Infobereich zu besuchen oder immer über die neusten Informationen rund um die Entwicklungen in unsere Welt informiert zu werden. Weiter Plattformen wie Instagram und Tik Tok reagieren ebenso.

Letztendlich ist es also eine Gesamtleistung des ganzen sozialen Mediums.

5. Best Practice

Welche Aktionen der Influencer bzw. der Nutzer sozialen Medien haben uns in den letzten Tagen besonders gefesselt:

  • #stayhome: Eine Botschaft so kurz und so schnell erklärt wie kaum eine andere. Die Bevölkerung wird von der Politik dazu angehalten zuhause zu bleiben, um so die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Klingt erst einmal einfach, ist in der Umsetzung aber eine wahre Mammutaufgabe. Durch den Hashtag #stayhome zeigen sowohl Influencer als auch User ihre Solidarität und ermutigen andere Menschen es ihnen gleich zu tun und zuhause zubleiben, um uns alle zu schützen.

  • #supportyourlocals: Viele kleine Betriebe oder Restaurants haben aktuell Existenzängste. Ein ganzheitliches Verbot zur Schließung von Einzelhandelsgeschäften und Restaurant ist sicherlich sinnvoll, um die Ausbreitung zu minimieren, allerdings bedroht es auch viele Existenzen. Unter dem #supportyourlocals rufen Influencer dazu auf, die lokalen Geschäfte und Restaurants vor Ort nicht zu vergessen. Die Botschaft lautet: Lieber jetzt auf Onlinekäufe zu verzichten und sobald sich die Lage beruhigt hat, wieder die Einzelhändler zu unterstützten. Doch man kann auch schon jetzt etwas tun, viele Restaurants bieten an Bestellungen abzuholen oder liefern zu lassen, bei Bekleidungs- und Friseurgeschäften können Gutscheine gekauft werden die natürlich auch nach der Ausgangssperre gültig sind.

  • #wheniwasyoung: Unter dem Hashtag #wheniwasyoung kursiert derzeit eine Challenge. Die User müssen ein Bild aus ihrer Kindheit posten und 3 Freunde markieren, die es ihnen gleichtun. Eine witzige Aktion, die den Stress schnell vergessen lässt und uns wieder an das Wichtige erinnert, eine unbeschwerte Zeit wie in der Kindheit.

6. Fazit

Auch wenn die aktuelle Situation jeden vor Herausforderungen stellt, ist es dennoch wichtig nicht alles aus den Augen zu verlieren. Wir alle machen gerade dieselbe Situation durch und jeder steht vor individuellen Herausforderungen. Anstatt Hass oder Negativität zu schüren, sollte lieber gemeinsam am Ziel gearbeitet werden. Wir alle müssen uns gegenseitig unterstützen. Influencer Marketing hat definitiv auch in der jetzigen Zeit seine Daseinsberechtigung.

Vielmehr kann es unterstützen und auch darüber entscheiden, wie man diese Krise übersteht und aus ihr herausgeht. Denn die sozialen Medien und das Internet perse bleiben auch in solchen Krisen bestehen und erreichen Millionen von Menschen. Influencer Marketing sollte deshalb nicht nur eine Option, sondern ein muss für alle Unternehmen werden.

Für Unterstützung oder Beratung rund um das Thema Influencer Marketing, klicken Sie auf den nachfolgenden Link:

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