Preismodelle im Influencer Marketing verstehen

August 20, 2018

Preismodelle im Influencer Marketing

In Zeiten von Social Media und steigender Smartphone Nutzung erfreut sich eine besondere Marketing Maßnahme wachsender Beliebtheit: Influencer Marketing. Diese Preismodelle im Influencer Marketing stellen dabei die gängigsten Modelle zwischen Influencern und Brands dar:

TKP – Tausend-Kontakt-Preis-Model

Der Tausend-Kontakt-Preis (auch Tausenderkontaktpreis oder Tausendpreis) ist eine Messgröße in der Mediaplanung und gibt an, wie viel Geld in eine Marketingmaßnahme investiert werden muss, um tausend Views einer bestimmten Zielgruppe zu erreichen. Im Influencer Marketing hängt dies sowohl von der Größe der Community des Influencers ab, vom Interessensgebiet des Influencers, von der Anzahl Influencer mit gleichem Interessensgebiet, sowie von den zu verwendenden Keywords. Der Preis wird hierbei vom Influencer selber festgelegt. Kann aber im Vorhinein auch durch Tools wie dem Reachbird.io Algorithmus errechnet werden, um den optimalen Tausenderpreis, mit gewünschter Reichweite in einem bestimmten Themengebiet zu ermitteln. Bezahlt wird der Influencer nur für die faktisch erreichte Leistung. Dabei berechnet sich der TKP folgendermaßen: insgesamt aufgewendetes Marketing-Budget für eine Schaltung durch die Bruttoreichweite (diese zählt auch mehrfach Views durch eine Person) mal 1.000. Mit anderen Worten, er wird, nach Ende der Marketingmaßnahme, für die Gesamtzahl der Views durch 1.000 mal den von ihm festgelegten Tausender-Kontakt-Preis bezahlt.

CPE – Cost-Per-Engagement

Nicht alle Influencer verfügen über eine große Community von mehreren tausend Followern. Kleinere Influencer (Micro-Influencer genannt) mit weniger als tausend Abonnenten weisen aber eine stärkere persönliche Bindung zu ihrer Gefolgschaft auf, als dies bei bereits medial erwachsenen Meinungsführern der Fall ist. Micro-Influencer bieten also einen Vorteil: Sie engagieren sich. Regelmäßig interagieren Sie mit Ihren Fans. Das ist die Engagement-Rate im Durchschnitt.

  • Über 1 Mio Follower = 1,7 % Engagement-Rate
  • 10.000 bis 100.000 Follower = 2,4 % Engagement-Rate
  • 1.000 bis 10.000 Follower = 4,0 % Engagement-Rate
  • Unter 1.000 Follower = 8,0 % Engagement-Rate

Je mehr Follower ein Influencer hat, desto geringer die Engagement-Rate. Je höher aber die Rate, desto höher ist auch die Glaubwürdigkeit des Meinungsführers. Warum? Micro-Influencer konzentrieren sich auf sich und ihr Thema. Sie werden in ihrer Community als Experten auf ihrem Gebiet wahrgenommen. Dementsprechend verfügen sie auch über eine höhere Relevanz in ihrem Themengebiet. Die Engagement-Rate ist wichtig, um den Erfolg von Direct Response Kampagnen, welche User zu bestimmten Aktionen aufruft, zu garantieren. Die Häufigkeit von erfolgten Aktionen ist hochgradig vom Engagement des Influencers abhängig. Berechnet werden die Kosten in dem die gewünschten Aktionen durch das aufgewendete Media-Budget geteilt werden. Das ist der CPE.

Tagessätze für Events

Für Events können Influencer als wichtige Werbebotschafter fungieren. Sie berichten im Vorfeld und erstellen ein Review. Ist ein relevanter Influencer auf einem Zielgruppen relevanten Event kann dies nicht nur den Verkauf einer höheren Ticketanzahl bedeuten, sondern auch die Markenbindung langfristig fördern. Bei den Tagessätzen für das Erscheinen von Meinungsführern auf Veranstaltungen gibt es keine Richtwerte. Hier müssen Influencer und Auftraggeber eine, für beide Seiten faire, Einigung finden.

Affiliate

Im Affiliate Marketing bekommen Vertriebspartner (in diesem Falle Influencer) eine Provision für jedes, von einem kommerziellen Anbieter, beworbene und am Ende verkaufte Produkt. Beim Influencer Marketing handelt es sich um einen Teilaspekt des Affiliate Marketings. Hierbei geht es um eine frühzeitige Markenbindung in der Community (Zielgruppe) von Influencern. Der Influencer fungiert hier als Streuer und bietet gleichzeitig die Vorteile seines Einflusses auf die gewünschte Zielgruppe. Geworben wird mit Kampagnen und weiterführenden Links zum Verkaufsprodukt. Pro Verkauf erhält der Vertriebspartner (hier Influencer) eine Provision.

Media Buy-Out

Bei einem Media Buy-Out handelt es sich um das Verkaufen aller Rechte eines Werkes des Urhebers an einen Käufer gegen ein festgelegtes pauschales Honorar. Dies geschieht beispielsweise nach der Erschaffung von Werbefilmen, die mit all ihren Urheberrechten von der beworbenen Firma (dem Auftraggeber) gekauft werden. Für Künstler aller Art, so auch Influencer hat dieses Modell den Nachteil, dass nur eine einmalige Zahlung erfolgt und eigens kreierter Content nicht mehr in ihrem Besitz ist.

Diese Preismodelle im Influencer Marketing stellen die gängisten Modelle dieser Marketing Disziplin dar.

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