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Pinterest-Trends 2026

Viele haben einen, doch die meisten nutzen ihn nicht: Der Pinterest-Account. Pinterest besitzt viele Vorteile für das Marketing, doch die wenigsten sind sich dessen bewusst. Für Content Creator und Advertiser bietet die Plattform eine hervorragende Möglichkeit Traffic und Reichweite auszubauen. In diesem Artikel schauen wir uns deshalb auch die Pinterest-Predicts-Trends für 2026 an und leiten daraus konkrete Ideen ab, wie Brands und Creator:innen sie für Content und Kampagnen nutzen können.

Inhalt

  1. Was unterscheidet Pinterest von anderen Plattformen?

  2. Was sind die Pinterest Trends 2026?

  3. Wie können Content Creator Pinterest für sich nutzen?

  4. Warum sollten Advertiser auf Pinterest aktiv sein?

  5. Hilfreiche Tools für einen erfolgreichen Pinterest-Start

1. Was unterscheidet Pinterest von anderen Plattformen?

Wer das Stichwort Pinterest hört, der denkt meist an eine weitere Social-Media-Plattform wie Facebook oder Instagram. Vor allem mit Instagram muss sich Pinterest häufig vergleichen lassen, arbeiten doch beide Plattformen mit Bildern. Doch ganz so einfach lässt sich das nicht herunterbrechen. Pinterest ist eine visuelle Suchmaschine und ähnelt daher eher Google als Instagram & Co. Während Instagram Posts chronologisch verlaufen, beruht das Konzept von Pinterest – wie der Name schon sagt – auf Pinnen und Repinnen von Bildern, Videos und Storys. Diese werden mit einem Link hinterlegt und je nach Interesse des Nutzers auf thematisch strukturierten Pinnwänden gesammelt. Diese Bilder können andere User kommentieren und auch auf ihrer eigenen Pinnwand teilen. Ziel von Pinterest ist der Austausch der User über ihre Interessen oder Hobbys. Zu den beliebtesten Kategorien auf Pinterest zählen Einrichtungsideen, Bildung, Handwerk und Basteln, Entertainment, Kunst, Mode für Frauen, Beauty, Essen und Trinken sowie Eventplanung und Zitate.

Pinterest hat mittlerweile über 431 Millionen aktive Nutzer weltweit und wächst stetig. So bietet Pinterest großes Potential für Influencer und Advertiser, da sich die Zielgruppen gezielt über ihre Interessen erreichen lassen.

2. Was sind die Pinterest Trends 2026?

Die Pinterest Predicts 2026 zeigen, dass sich viele Nutzer:innen von der glatten Clean-Ästhetik wegbewegen und stattdessen nach mehr Ausdruck, Textur und Emotion suchen. Inszenierung wird wichtiger, sowohl im Interior mit opulenten Retro- und Art-Deco-Anklängen als auch in kühlen, futuristischen Farbwelten wie Eisblau. Parallel wächst der Wunsch nach Eskapismus und Fantasie, also nach Bildwelten, die sich nach Kosmos, Mystik oder Theater anfühlen. Für Brands heißt das: Inhalte dürfen wieder auffälliger sein und stärker über Atmosphäre und Story funktionieren, nicht nur über das Produkt.

Im Beauty-Bereich rückt Individualität in den Vordergrund. Parfum-Layering und personalisierte Duftkombinationen stehen für den Wunsch nach einer eigenen Signatur. Dazu passen Looks, die experimenteller sind oder bewusst unperfekt wirken. Brands können hier mit Customizing-Logiken arbeiten, zum Beispiel Guides, die Kombinationsprinzipien erklären, Bundles und Sampling-Konzepte oder Creator-Formate, die verschiedene Stilrichtungen testen und Vergleichbarkeit schaffen. Pinterest eignet sich dafür besonders, weil Nutzer:innen häufig mit klarer Suchintention kommen und speicherbare Schritt-für-Schritt-Inhalte lieben.

Fashion bewegt sich zwischen Utility und Nostalgie. Funktionale Outfits treffen auf romantische Details wie Spitze, Broschen und poetische Vintage-Vibes. Für Marken entstehen daraus zwei Content-Achsen: praktische Styling-Hilfen wie Outfit-Formeln, Packlisten oder Capsule-Wardrobe-Pins und gleichzeitig Retro als Aufwertung, etwa durch Archive-Assets, Heritage-Details oder Vintage-Inszenierungen. Im Home- und Interior-Kontext lohnt es sich, statt neutraler Moodboards konkrete Stilwelten mit umsetzbaren Rezepten zu bauen, inklusive Einkaufslisten, Mix-and-Match-Templates und Serien nach Raum oder Budget.

Auch Food und Lifestyle folgen dem Prinzip Vibe zuerst. Kohl wird als Trend-Zutat neu interpretiert, Gummy- und Gelée-Ästhetiken spielen mit Texturen. Brands profitieren, wenn sie sensorische Bildsprache stärker nutzen und Inhalte modular denken, etwa ein Basisrezept mit mehreren Varianten. Zusätzlich zeigt der Analog-Revival, dass Nähe und Echtheit wieder attraktiv werden, von Brieffreundschaften bis zu kleinen Post-Ritualen. Für Brands sind hier Limited Stationery, sammelbares Packaging, personalisierte Beileger oder einfache Community-Challenges naheliegend. Insgesamt lautet die Ableitung: mehr Stilwelten, mehr How-to, mehr Varianten, mehr Textur, mehr Nostalgie als Content-Quelle.

3. Wie können Content Creator Pinterest für sich nutzen?

Zunächst sollten sich Content Creator - wie auch bei Instagram - eine Nische suchen und die Keywords der Pinterest-Suche analysieren. Alle oben genannten Schritte sollten berücksichtigt werden, um den Beitrag an das gewünschte Zielpublikum ausspielen zu lassen. Es ist aber auch möglich Instagram-Posts direkt per Link auf Pinterest zu teilen. Wenn der jeweilige Instagram-Account mit Pinterest verknüpft ist, wird so automatisch darauf verlinkt. Wichtig ist, dass hinter jedem Pin ein Link liegt, für den mehr Traffic generiert werden soll.

Dies funktioniert auch ebenso gut mit Marken-Kooperationen. Häufig buchen Unternehmen Influencer als Content Creator auf Pinterest, damit authentische und der Plattform angepasste Bilder entstehen. So soll zusätzliche Reichweite für die Produkte geschaffen und der Traffic erhöht werden. Hierbei ist zu beachten, dass wie bei allen sozialen Medien eine Kooperation als Anzeige oder Werbung deklariert werden muss.

4. Warum sollten Advertiser auf Pinterest aktiv sein?

Von vielen Unternehmen wird Pinterest als Marketing-Tool vernachlässigt. Schade, denn dadurch entgeht ihnen eine enorme Steigerung des Traffics. Mit dem Feature Pinterest-Lens können Unternehmen ihr Marketing auf ein ganz neues Level bringen. Die Pinterest-Lens ist ein visuelles Suchwerkzeug, mit dem Nutzer anhand eines Bildes nach Artikeln suchen können. Dies kann für Unternehmen ein entscheidender Vorteil sein, da sie nun Nutzer auf der Grundlage der spezifischen Artikel, für die sie sich interessieren, ansprechen können. Hinzukommt der Shop-Tab, der den Usern ermöglicht, Produkte zu erwerben ohne Pinterest verlassen zu müssen.

Wer sich jetzt fragt, warum er auch auf Pinterest und nicht nur auf Instagram setzen sollte, der sollte sich auch fragen, warum nicht. Pinterest ist perfekt für langfristige Ziele, da die Pins mindestens 4 Monate sichtbar sind. Zwar sieht man die Früchte seiner Beiträge erst nach 6 bis 9 Monaten, doch dies dann konstant und nachhaltig. Pinterest ist die ideale Plattform, um dauerhaften und langlebigen Traffic zu generieren. Während Instagram-Posts nach 24 Stunden die Sichtbarkeit verlieren und durch andere Posts ersetzt werden, kommen Pins jährlich wieder, wenn das Thema gefragt ist.  Auch der Zeitfaktor ist ein Vorteil, denn Pinterest braucht kein Community-Management wie Instagram. Auch wenn potentielle Kunden nicht aktiv auf Pinterest nach Produkten suchen, werden ihnen Pins in der Google-Suche angezeigt.

Für viele Marken steht jedoch der schnelle sichtbare Erfolg einer Marketingmaßnahme im Vordergrund. Oftmals schreckt die lange Halbwertszeit der Pins vor einem Pinterest-Marketing ab. Doch wer dauerhafte Ergebnisse und nicht nur kurzweilige Erfolge verzeichnen möchte, der sollte auf Pinterest aktiv werden. Auch eine Kombination aus Pinterest und Instagram sollte in Betracht gezogen werden.

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