Overhead view of a person sitting at a desk with plants and a laptop, holding a tablet displaying "Post," with LinkedIn logo.

LinkedIn ist der unterschätzte Hebel für Influencer und Creator

Creator-Sein fühlt sich 2026 für viele nicht mehr nach Aufbruch an, sondern nach Dauerlauf: Mehr Content, mehr Konkurrenz und mehr Druck – bei gleichzeitig selektiver vergebenen Budgets. In ihrem Gastbeitrag zeigt Alina Grogoleit, warum die Lösung nicht „noch mehr posten“ ist, sondern ein zweites Standbein und warum LinkedIn dabei zum logischen nächsten Schritt wird.

2026 fühlt sich Creator-Sein für viele nicht mehr nach „Aufwind“ an, sondern manchmal nach Dauerstress.

Mehr Creator, mehr Content, mehr Konkurrenz.

Gleichzeitig werden Budgets von Marken vorsichtiger verteilt, Brands werden selektiver und auf vielen Plattformen wächst der Druck, immer schneller, immer häufiger und immer trendiger zu liefern.

Das Problem dabei ist, dass viele Creator ihr Einkommen rein von Partnerschaften und einer Plattform abhängig machen. Doch Reichweite auf den Kanälen ist keine Sicherheit mehr.

  • Der Algorithmus nimmt krassen Einfluss auf Zahlen

  • Der Content-Output ist extrem hoch und frisst viel Zeit

  • Die Konkurrenz unter Creatorn ist so hoch wie noch nie

Und am Ende müssen sich Creator die Frage stellen:

"Will ich das mit 35/40 immer noch genau so machen?"

Die Lösung ist hierbei nicht, einfach noch mehr zu posten.

Die Lösung ist, sich ein zweites Standbein aufzubauen.

Ein Beispiel aus der Praxis:

Pamela Reif hat früh verstanden, dass Reichweite allein kein nachhaltiges Business ist.

Mit Naturally Pam hat sie eine eigene Marke aufgebaut und investiert zusätzlich in Unternehmen wie SUPERPOP, um sich unabhängiger von einzelnen Plattformen und klassischen Kooperationsdeals zu machen.

Genau dieses Denken – weg von reiner Reichweite, hin zu echten Assets – wird für Creatorin den kommenden Jahren entscheidend.

Und hier kommt LinkedIn ins Spiel.

Die Plattform, die bisher eher den Stempel "langweilige cringe Business-Plattform" hatte, wird zu einem extremen Hebel. Und das ist erst der Anfang.

Wir positionieren Geschäftsführer der Creator Economy und Creator auf LinkedIn, um ihr Image und Business weiter zu professionalisieren, Thought Leadership aufzubauen und Entscheider zu erreichen.

Der Algorithmus nimmt krassen Einfluss auf Zahlen. Der Content-Output ist extrem hoch und frisst viel Zeit.

Die Konkurrenz unter Creatorn ist so hoch wie noch nie.

Houssein Ali Jaber, CEO der PROGRESS Agency und Manager von Pamela Reif, Emilia Bartoeck und Co., ist letztes Jahr auf LinkedIn gestartet und erreicht monatlich über 100.000 Impressionen, baut sich ein relevantes Netzwerk auf und wurde durch LinkedIn bereits zu Podcasts oder als Speaker zu Messen wie der DMEXCO eingeladen.

Auch Künstler wie Felix Blume (alias Kollegah) setzen nun auf LinkedIn, um sich weiter zu professionalisieren und LinkedIn als Sprachrohr für neue Projekte zu nutzen.

LinkedIn hat gegenüber den anderen Plattformen starke Vorteile, die bisher so nicht direkt klar waren:

Professionelle Zielgruppe

LinkedIn ist das größte professionelle Netzwerk und spricht von mehr als 1 Milliarde Mitgliedern weltweit. Im DACH-Raum nutzen laut aktuellen Übersichten über 28 Mio. Menschen LinkedIn (Stand Okt 2025).

Das ist relevant, weil dort Menschen sitzen, die Budgets verantworten: Founder, CMOs, HR, Brand Leads, Entscheider.

Weniger Frequenz, mehr Hebel

Auf LinkedIn kannst du mit 2–3 starken Posts pro Woche sehr weit kommen, weil Inhalte stärker über Kommentare/Netzwerk verbreitet werden und weniger rein über Trend-Formate.

Wahrnehmung als Business, statt "nur" als Creator

Auf LinkedIn wirst du nicht primär als Influencer wahrgenommen, sondern als Unternehmer:in, Expert:in oder Thought Leader.

Das verändert vieles. Gespräche finden auf Augenhöhe statt, Preise werden weniger verhandelt, Anfragen drehen sich um langfristige Zusammenarbeit statt einzelner Postings.

Creator bauen langfristige Glaubwürdigkeit, Reputation und Vertrauen in der Branche auf und werden als Unternehmer wahrgenommen.

Monetarisierung (auch durch LinkedIn selbst)

Über LinkedIn erreichst du direkt Entscheidungsträger, kommst mit ihnen ins Gespräch und kannst Business machen – ohne Umwege über Agenturen oder Plattform-Algorithmen.

Auch LinkedIn selbst pushed Influencer Marketing auf der Plattform. Das zeigt sich unter anderem durch die Einführung der Thought Leader Ads, mit denen persönliche Inhalte gezielt beworben werden können.

Wenn du als Creator 2026 nur auf einer Plattform aktiv bist, und dich abhängig machst von Kooperationen, wird dein Leben schwer.

Wenn du aber…

  • ein zweites Standbein hast (Produkt, Dienstleistung, Private Equity und Co.)

  • ein Business-Network hast (LinkedIn),

  • direkten Zugang zu Entscheider:innen

…dann entsteht ein System, das auch dann trägt, wenn Instagram/TikTok mal „nicht liefert“.

LinkedIn ist kein Ersatz für Instagram, Tik Tok und Co., sondern der logische nächste Step: Weg von Abhängigkeit, hin zu Reputation und neuen Business-Chancen.

Über die Autorin:

Alina Grigoleit ist Geschäftsführerin der LinkedIn-Agentur Bee Seen Agency, einer der führenden Personal-Branding-Agenturen im DACH-Raum (#2 LinkedIn Growth laut Favikon), und unterstützt Creator sowie Geschäftsführer:innen der Creator Economy dabei, sich strategisch auf LinkedIn zu positionieren, Thought Leadership aufzubauen und messbare Business-Ergebnisse zu erzielen.

Smiling woman with long brown hair in a black shirt, against a light background with a bright yellow circular accent behind her.

Quellen:

  • LinkedIn – Unternehmensangaben

    LinkedIn Corporation: "LinkedIn has more than 1 billion members worldwide.“

    Quelle: LinkedIn Official About Page

  • Statista – LinkedIn Nutzerzahlen DACH

    Statista (2024/2025): Anzahl der LinkedIn-Nutzer in der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz):über 28 Millionen registrierte Nutzer.

    Quelle: Statista – LinkedIn Nutzer DACH

    (ergänzend: Statista Auswertungen für AT & CH)