Virtuelle Influencer – Was steckt dahinter?

Virtuelle Influencer haben längst Einzug gehalten in den sozialen Netzwerken. Interessant dabei ist, dass diese Roboter Influencer zum Teil mehr Fans haben als lebendige Influencer. In diesem Zusammenhang stellen sich einige wichtige Fragen, welche nachfolgend geklärt werden. Die wichtigste Frage dürfte dabei lauten, was virtuelle Influencer eigentlich genau sind. In erster Linie handelt es sich hier um einen Roboter Influencer, welcher quasi computergeneriert ist. Ein animierter Avatar oder generell animierte Menschen ersetzen die realen Menschen und werden oft bewusst für Werbezwecke konzipiert. Das beantwortet im Grunde gleich eine weitere Frage, nämlich warum virtuelle Influencer erfolgreich sind. Zum Teil liegt das daran, dass die jeweiligen Figuren der jeweiligen Zielgruppe angepasst werden. Statistiken und Erfahrungswerte werden genutzt, um erfolgreiche Influencer zu simulieren.

Inhalt

  1. Virtuelle Influencer mischen die Netzwerke auf
  2. Wie beeinflussen virtuelle Influencer die sozialen Medien?
  3. Erfolgreiche virtuelle Influencer
  4. Digitale Influencer auf dem Vormarsch
  5. Fazit

1. Virtuelle Influencer mischen die Netzwerke auf

Was früher nach Fiktion anmutete, ist heute Realität geworden. Animierte Menschen und Roboter Influencer sind unter uns, wenn auch in den digitalen Netzwerken. Nichtsdestotrotz verfügt so ein animierter Avatar über eine Menge Einfluss, teilweise sogar über mehr Einfluss als echte Menschen. Diesen Umstand machen sich immer mehr Marketing-Unternehmen zunutze und kreieren virtuelle Influencer. Dabei gibt es jedoch auch rechtliche Hinweise zu beachten, vor allem, wenn als Vorlage ein echter Mensch dient und diese Vorlage auch zu erkennen ist. Rechtlich kann es auch interessant werden, wenn ein Fotograf ein Bild verkauft hat, welches computergeneriert wird. Zu klären gibt es dann im Vorfeld auf jeden Fall einzelne Aspekte der verschiedenen Nutzungsrechte.

2. Wie beeinflussen virtuelle Influencer die sozialen Medien?

Virtuelle Influencer beeinflussen sozialen Medien dahingehend, dass viele Menschen animierte Menschen in ihrer Kontaktliste haben und auch entsprechend deren Inhalte angezeigt bekommen. Animierte Menschen können natürlich selber keine Inhalte erstellen, dahinter stecken meist namenhafte Unternehmen, und bei den geteilten Inhalten geht es um Produkte, welche an den Mann oder die Frau gebracht werden sollen. Wie das geht? Wie mit den herkömmlichen Models und Werbeträgern auch, denn es wird eine emotionale Bindung aufgebaut. Das bedeutet, dass die Kontakte sich ein Stück weit identifizieren können oder möchten. Ein gutes Beispiel stellt hier die Kosmetikindustrie dar. Wenn auch unbewusst, wie aber immer in der Werbung, wird dem Menschen suggeriert, er kann ebenso schön und makellos sein wie ein animierter Avatar, wenn er dieses oder jene Produkt nutzt. Der Clou ist dabei, dass animierte Menschen bereits nach kurzer Zeit nicht mehr als Roboter Influencer wahrgenommen werden, sondern als Figuren, mit welchen Mann oder Frau sich ein Stück weit identifizieren kann. Nicht selten zieht diese makellose Schönheit viele Menschen in ihren Bann und davon profitieren die Unternehmen schließlich.

3. Erfolgreiche virtuelle Influencer

Wer sich einmal konkret ein Bild darüber machen möchte, wie virtuelle Influencer aussehen und wirken, kann sich die erfolgreichen Modelle einmal näher anschauen. Shudu Gram @shudu.gram beispielsweise fungiert als erfolgreiches virtuelles Model der Superlative. Exotische Namen scheinen besonders gefragt zu sein, daher werden die Roboter Influencer mit entsprechenden Namen ausgestattet. Bereits diese exotischen Namen und Aufmachungen versüßen den Alltag vieler Social Media Nutzer. Sie werben oft mit Produkten der Mode- und Kosmetikbranche. Teilweise haben virtuelle Influencer über eine Millionen Anhänger. Weiterhin gibt es Zhi sowie Margot, welche für eine Kampagne genutzt werden sollen. Bekannt ist vor allem auch LilMiquela @lilmiquela, welche über 1,4 Millionen mit ihrer makellosen Schönheit begeistert. Diese Schönheit trägt natürlich vorzugsweise Chanel. Diese Avatare werden so computergeneriert, dass sie dem Schönheitsideal entsprechen und einen Hauch von Exotik versprühen.

LilMiquelaBild: LilMiquela

4. Digitale Influencer auf dem Vormarsch

Virtuelle Influencer werden nicht nur immer öfter genutzt, um Markenbotschafter zu werden, sondern auch um zu informieren. Beispielsweise nutzen Banken oder Versicherungen so ein Modell, welches computergeneriert ist. Das neuseeländische Unternehmen Soul Machines stellt ein gutes Beispiel dafür dar. Dieser Trend setzt sich mittlerweile immer öfter durch und auch Kritiker können das nicht ändern. Faszinierend dürfte für viele Beobachter sein, dass viele Avatare inzwischen beinahe täuschen echt aussehen, zumindest auf den ersten Blick. Dies mag zum Teil auch an der Schönheitschirurgie liegen, welcher sich immer mehr Menschen bedienen und welche teilweise maskenhaft anmuten lässt.

5. Fazit

Virtuelle Influencer sind aus den sozialen Medien nicht mehr wegzudenken. Dies mag nicht verwundern, wenn die Tatsache bedacht wird, wie erfolgreich animierte Menschen letztendlich wirklich sein können. Jeder kennt das Phänomen, sich ein Stück weit mit einem Avatar zu identifizieren, Beispiele dafür sind Zeichentrickserien, Animes, Kinohelden generell und dergleichen. Die Kunst ist, hier eine emotionale Bindung aufzubauen und beim potentiellen Kunden latente Bedürfnisse zu wecken und entsprechend ein bestimmtes Produkt zu bewerben. Bereits nach kurzer Zeit nehmen die Follower den Avatar dann nicht mehr als nicht real wahr, sondern lassen sich beeinflussen wie von einem echten Menschen. Daher greifen immer mehr Unternehmen auf diese Werbestrategie zurück und konzipieren den Roboter so, dass er nicht nur menschliche Züge aufweist, sondern sehr attraktiv und anziehend wirkt. Wie immer in der Werbung werden die Grundbedürfnisse der Menschen gezielt genutzt, um ihnen ein bestimmtes Produkt schmackhaft zu machen.

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