Die größten Missverständnisse im Influencer Marketing

June 25, 2019

Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass das Influencer Marketing auch in Deutschland zu einer erfolgreichen und vor allem spannenden Methode der Vermarktung geworden ist. Durch die große Beliebtheit von sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter und Instagram sowie der Video-Plattform YouTube steht ein großer Pool an talentierten Influencern zur Verfügung. Sie verfügen über mehr oder weniger große Followerzahlen, haben ihre Geschäftsmodelle professionalisiert und warten auf die passenden Unternehmen, mit denen sie zusammenarbeiten können. Das ist jedenfalls die Ansicht vieler Einsteiger in diesem Gebiet. So viele Vorteile eine Zusammenarbeit dieser Art für das Marketing auch bringt, so viele Missverständnisse im Influencer Marketing sind zu verzeichnen.

Inhalt

  1. Das Influencer Marketing ist in Deutschland angekommen
  2. Missverständnis Nr 1: Gutes Influencer Marketing geht nur mit Reichweite
  3. Missverständnis Nr 2: Influencer Marketing ist günstig
  4. Missverständnis Nr 3: Influencer Marketing ist nicht aufwendig
  5. Missverständnis Nr 4: Influencer Marketing klappt nicht bei erfahrenen Käufern
  6. Missverständnis Nr 5: Hauptsache sichtbar
  7. Resümee

1. Das Influencer Marketing ist in Deutschland angekommen

In Amerika ist es schon eine ganze Weile üblich, dass die großen Stars aus Mode, Fernsehen und nun eben auch dem Internet in irgendeiner Form mit Unternehmen kooperieren. Was früher den großen Sportstars vorbehalten war, ist heute auch für Beauty-Youtuber, Gamer und andere Gruppen interessant geworden. Für Unternehmen ergibt sich aus einem guten Influencer Marketing eine ganz neue Chance. Sie können nahe an einer - meist jungen - Zielgruppe sein und sich mit der Popularität des Influencers schmücken. Gleichzeitig finden die Kampagnen meist auf bewährten Kanälen in den sozialen Medien statt, wodurch sich Kampagnen besonders im Internet sehr einfach realisieren lassen.

Das größte Risiko und somit auch die Quelle für Missverständnisse im Influencer Marketing liegt aber natürlich in den werbenden Personen. Es handelt sich nur selten um geschulte Stars, die ein eigenes Management für die Beratung rund um Werbung haben. Meistens sind es Privatpersonen, die YouTube, Instagram und Co. zu ihrem Beruf gemacht haben. Gleichzeitig entwickelt sich die Branche so schnell und immer neue Gesichter werden populär, dass es für Unternehmen nicht immer ganz einfach ist, die richtigen Kampagnen zu entwickeln und die passenden Gesichter zu finden. Die Chancen, die gutes Influencer Marketing bietet, sind also mit einigen Risiken behaftet. Um Problemen aus dem Weg zu gehen, ist es wichtig, die Missverständnisse der Branche zu kennen und zu verstehen.

2. Missverständnis Nr 1: Gutes Influencer Marketing geht nur mit Reichweite

Es kommt viel zu gerne vor, dass sich Agenturen und Werbetreibende ganz alleine auf die Zahl der Follower verlassen, wenn sie auf der Suche nach einem Influencer sind, mit dem sie arbeiten möchten. Und ohne Frage: Jeder hätte gerne Kylie Jenner als Aushängeschild der eigenen Marke. Immerhin erreicht ein Post von ihr gleich mehrere Millionen Menschen auf der gesamten Welt. Abgesehen von den Kosten ist die Sichtbarkeit aber inzwischen ein etwas überschätztes Mittel bei der Suche nach strategischen Kooperationen im Bereich der Influencer.

Ein Influencer muss zur Marke und muss zum Produkt passen. Darüber hinaus gibt es noch andere Kennzahlen, die interessant sind: Wie stark sind die Interaktionsraten mit seiner Zielgruppe? Wird hochwertiger Content gepostet? Auf welchen Kanälen ist der Influencer aktiv? Und nicht zuletzt: Ist der Influencer verlässlich? Sich alleine auf Reichweite zu verlassen ist eines der großen Missverständnisse im Influencer Marketing und sollte in jedem Fall vermieden werden.

3. Missverständnis Nr 2: Influencer Marketing ist günstig

Gerade mit der steigenden Popularität wird das Influencer Marketing gerne als kostengünstige Alternative zur klassischen Werbung gesehen. Und tatsächlich kann es weitaus preiswerter sein, mit einem aufstrebenden jungen Influencer zu arbeiten als eine Kampagne bei Google oder Facebook zu schalten. Es darf aber nie vergessen werden, dass mehr dazu gehört als das Honorar für den Partner. Die Missverständnisse im Influencer Marketing zeigen, dass es auch auf die Nachbearbeitung den Einsatz des eigenen Personals ankommt. Das führt zu Missverständnis Nummer drei.

4. Missverständnis Nr 3: Influencer Marketing ist nicht aufwendig

Ein oft gesehenes Missverständnis bei den ersten Schritten im Influencer Marketing bezieht sich darauf, dass viele Unternehmen glauben, dass sie sich einfach zurücklehnen können, während der Traffic durch die Kooperation ganz von selbst kommt. Tatsächlich funktioniert das Influencer Marketing erst dann vernünftig, wenn alle Schaltstellen zusammenarbeiten. Der Influencer bringt die Sichtbarkeit, das Unternehmen selbst holt durch eigene Kampagnen und Aktionen die neuen Benutzer und somit die interessierte Zielgruppe ab. Eine gute Kampagne wird also weiterhin auch das eigene Team beschäftigen.

5. Missverständnis Nr 4: Influencer Marketing klappt nicht bei erfahrenen Käufern

Dadurch, dass besonders in Deutschland vor allem die YouTube und Modeblogger als Influencer gelten, hat sich das Bild durchgesetzt, dass diese Werbeform nur mit einer jungen Zielgruppe als einträglich erweist. Dabei ist das Gegenteil der Fall. Immer mehr Kunden aus einer älteren Zielgruppe sind im Internet auf der Suche nach interessanten Produkten und Dienstleistungen. Auch sie verfolgen in der Regel verschiedene Influencer. Beim Thema Missverständnisse im Influencer Marketing muss also klar gesagt werden: Es funktioniert auch mit einer erfahrenen und vor allem kaufstarken Zielgruppe. Hier kommt das letzte Missverständnis zum Tragen, das besonders bei diesen Käufern eine enorme Rolle spielen kann.

6. Missverständnis Nr 5: Hauptsache sichtbar

Oft unterschätzt und doch bewiesen: Glaubwürdigkeit ist in diesem Bereich zu einer der wichtigsten Währungen geworden. Wer sich nicht ausreichend Zeit nimmt, die ausgewählten potentiellen Partner zu durchleuchten, könnte am Ende eine böse Überraschung erleben. Wenn nämlich der Influencer nicht glaubwürdig ist, projiziert sich dieses Image auch auf die geworbenen Marken. Und auch umgekehrt: Da der Influencer sich über seine Währung Glaubwürdigkeit im Klaren ist, wird er nicht für ein Produkt von einem Partner lügen. Es kann also durchaus vorkommen, dass schlechte Qualität am Ende zu einer bezahlten aber nicht guten Review führt. Integrität spielt in diesem Feld eine wichtige Rolle. Das sollte bei der Recherche beachtet werden.

6. Resümee

Alles in allem kommt es also vor allem auf die Auswahl des richtigen Partners an. Da der Trend in Deutschland noch im Wachstum ist, gibt es immer neue Gesichter, die vielleicht für die eigenen Kampagnen interessant sind. Wichtig ist, dass auf die oben aufgeführten Missverständnisse geachtet wird. Wer den passenden Partner findet und die Missverständnisse im Influencer Marketing vermeidet, hat aber eine neue und vor allem aufregende Möglichkeit für die Werbung zur Verfügung.

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