Die besten Tipps und Hacks für Pinterest-Influencer

September 27, 2019

Pinterest – die perfekte Umgebung für Heimwerker, Vollzeitmamis und Bräute mit wenig Budget. Doch auch für alle anderen ist Pinterest eine hilfreiche Plattform zur Inspiration und Ideenfindung. Auch aus Unternehmenssicht wurde das Potenzial von Pinterest entdeckt. Immer mehr versuchen auch über Pinterest ihr Produkt an den Mann zu bringen. Das bedeutet auch für Influencer oder anders gesagt Pinfluencer ist die Plattform interessant. Wenn man einen eigenen Blog betreibt ist Pinterest außerdem die perfekte Plattform, um mehr Traffic auf den Blog zu leiten. Kurz um, Pinterest kann jedem etwas bieten.

Doch was vorab geklärt sein muss: eine hohe Followerzahl ist kein Indikator für gute Influencer. Auf Pinterest ist es viel wichtiger eine einheitliche Linie zu fahren. Also Qualität vor Quantität. Dieser Artikel dreht sich rund um Tipps und Tricks, um aus Pinterest das Beste herauszuholen. Er soll dazu dienen die Vorteile von Pinterest zu nutzen und die Nachteile geschickt zu umgehen.

Inhalt

  1. Content Konzeption
  2. Pins vs. Repins
  3. Text Optimierung
  4. Consistency is key!
  5. Pinnwände - der Mittelpunkt von Pinterest
  6. Gruppenboards
  7. Relevanz von Hashtags
  8. KPI - give it a try
  9. Business Account

1. Content Konzeption

Das Content-Konzept für den eigenen Account sollte von Kopf bis Fuß duchdacht sein! Besonders wegen der verhältnismäßig langen Lebensdauer eines Pins von bis zu dreieinhalb Monaten, ist es wichtig von Anfang an hochwertigen Content zu produzieren. Das beginnt bereits beim Bild selbst. Da Pinterest eine sehr visuelle Plattform ist, mehr noch als Instagram, ist es wichtig, dass die Bilder eine gute Qualität haben. Das spricht nicht nur die User mehr an, sondern auch den Algorithmus. Denn Pinterest bevorzugt hochwertige Bilder, weshalb du damit eine größere Chance hast im Smart-Feed von anderen Usern zu landen. Von Farblayout bis zu Schärfe sollte jedes Detail berücksichtig werden. Ein kleiner Tipp im Vorhinein: verwende ausschließlich Bilder im Hoch- oder Quadratformat, denn rund 85% der User (Stand: Februar 2018) nutzen Pinterest über ihr Smartphone. Pinterest selbst hat auch Empfehlungen zur Größe von Pins ausgesprochen. Die bevorzugte Größe beträgt dabei 600x900. Es gibt aber noch weitere Richtgrößen, an denen man sich orientieren kann.

# Pinterest Formate Größe in Pixel File type Maximale Dateigröße
01 Quadratischer Pin 600 x 600 .png oder .jpg 32 MB
02 Kurzer Pin 600 x 900 .png oder .jpg 32 MB
03 Kurzer Pin (hohe Auflösung) 1000 x 1500 .png oder .jpg 32 MB
04 Langer Pin 600 x 1260 .png oder .jpg 32 MB
05 Video (Standard Breite) k.A. .mp4, .mov oder .m4v 2 GB

Doch auch hier sollte man sich hin und wieder erkundigen, was gerade im Trend liegt. Denn auch quadratische Bilder tauchen vermehrt im Feed von Pinterest auf und auch lange Pins die zum Beispiel eine Anleitung zeigen funktionieren sehr gut. Zudem wurden einige Profile bereits für die Story Pin Funktion freigeschaltet. Hier können bis zu 20 Bilder innerhalb einer Story gepinnt werden. Innerhalb des Story Pins können Text und Links genutzt werden.

In Sachen Farbschema wirken Pins mit warmen Farben anziehender als Pins mit dunklen Farben. Außerdem sollten reine Schwarz-Weiß-Bilder vermieden werden, außer natürlich, es soll Teil des Konzeptes sein. Was ebenfalls die Aufmerksamkeit von Usern auf sich zieht ist ein kurzer Text direkt auf dem Bild. So erfährt man sofort ein wenig genauer was einen erwartet, z.B.: „Die perfekte Wandfarbe – so wird dein Schlafzimmer zur Wohlfühloase“.

Wie überall ist es wichtig eine konkrete Linie zu fahren. Das beinhaltet auch Kleinigkeiten wie die gleiche Schriftart und Größe auf allen Pins zu verwenden. Besonders im DIY-Bereich sind Step-by-Step Pins sehr beliebt. Es handelt sich dabei um eine kleine Collage, die den Werdegang eines Projekts Schritt für Schritt illustriert.

2. Pins vs. Repins

Neben dem täglichen repinnen von anderen Inhalten, sollte man sich auch die Zeit zur Erstellung von eigenen Pins nehmen. Wenn man seinen Blog durch Pinterest pushen möchte, hat man ohnehin von dort genügend Bildmaterial. Dieses sollte dann auch direkt mit Pinterest verbunden werden. Pinterest beschreibt sich selber als visuelle Suchmaschine. Deshalb ist es auch besonders wichtig, dass bei der Erstellung von Pins einige Dinge im Hinterkopf behalten werden:

  • User bevorzugen warme Farben

  • Schwarz/weiß Fotos kommen nicht so gut bei den Usern an. (Farblose Bilder werden durchschnittlich zehnmal weniger Repinnt als Farbige.)

  • Pinterest hält gezielt Abstand zu anderen sozialen Netzwerken wie z.b. Instagram. Es soll als Suchmaschine für Inspirationen dienen, nicht zur Selbstdarstellung. (Bilder ohne Gesichter werden auf Pinterest durchschnittlich 23 Prozent häufiger gepinnt als Portraits oder Selfies.)

  • Beschriftung des Bildes: Denn auch diese Beschriftung kann mit Keywords ein wenig aufgemotzt werden. Wer bereits im Dateititel wichtige Wörter, die User im Zusammenhang zu diesem Thema suchen, einbaut erhöht die Wahrscheinlichkeit auch als Ergebnis zu erscheinen.

3. Textoptimierung

Damit kommen wir schon zum dritten Punkt, denn Texte sind bei Pinterest mindestens genauso wichtig, wie das passende Bild dazu. Zuerst muss man sich um den Titel kümmern, denn jeder Pin hat natürlich einen. Auch hier gilt, das Passende in wenigen Worten zu schreiben. Im Vergleich werden Überschriften mit sechs Worten häufiger geklickt als Überschriften mit mehr Worten. Wer mehr hineinpacken möchte kann auf den Titel direkt im Pin zurückgreifen. Auch diese Formatierung kommt gut bei den Usern an. Dabei sollte allerdings auf die richtige Schriftart geachtet werden. Um den Titel gut lesen zu können, muss auch ein gewisser Kontrast zum Bild vorhanden sein. Die Erfahrung hat gezeigt, dass auch Listen, Anleitungen und Titel mit Zahlen gut funktionieren. Ein Beispiel dazu wäre: „6 einfache Hausmittel gegen Halsschmerzen“

Weiter geht es mit dem Beschreibungstext. Pinterest bietet in der Beschreibung Platz für insgesamt 500 Zeichen. Doch für User sind in der Ansicht theoretisch nur 192 Zeichen sichtbar. Das gilt jedoch nur für die Desktopansicht. Wie bereits festgestellt nutzen die Meisten Pinterest über das Smartphone. Dort sind es dann schlussendlich nur noch 96 Zeichen, die man auf den ersten Blick sichtbar sind. Das bedeutet, dass die Beschreibung gut durchdacht werden sollte. In höchstens zwei Sätzen sollten die wichtigsten Punkte erwähnt werden. Und auch hier, wie kann es anders sein, sollte man auf keinen Fall auf Keywords verzichten. Das hilft dabei, die Pins länger in der Timeline zu halten.

Eine weitere Beschriftung, die gut bei Usern wirkt, ist die sogenannte „Call to action“. Direkte Aufforderungen wie „Jetzt lesen“ haben einen positiven Eindruck auf User. Allgemein werden laut Pinterest Blog qualitativ hochwertige Bilder die wenig Text und hilfreiche Beschreibungen haben bevorzugt.

4. Consistency is key

Das A und O um auf Pinterest langfristig gesehen erfolgreich zu sein, ist Beständigkeit. Zum einen, um der Community den gewünschten, regelmäßigen Content zu liefern. Zum anderen, um dem Algorithmus klar zu machen, dass man interessant für die Plattform ist. Denn die Algorithmen stellen fest, ob man regelmäßig oder nur vereinzelt aktiv ist. Wer jedoch denkt er kann einen Algorithmus austricksen, sollte vorsichtig sein. Denn wenn innerhalb kurzer Zeit enorm viel auf einmal gepinnt wird, identifiziert der Algorithmus die Aktivität als Spam. Pinterest belohnt jedoch auch die regelmäßigen Pinner. Wer aktiv ist, hat größere Chancen bei anderen Usern im Smart-Feed zu erscheinen. Der Smart-Feed ist die Startseite, auf denen Pins erscheinen, die Pinterest für die einzelnen User als relevant identifiziert.

Da Menschen Gewohnheitstiere sind, lieben die User es, wenn man regelmäßig, wenn möglich immer um die gleiche Uhrzeit, neuen Content zu den Pinnwänden hinzufügt. Hilfreich dafür ist es einen Zeitplan zu erstellen, in dem Aktivitäten auf Pinterest genau getaktet sind. Wer sich nicht strikt an eine Planung halten will, kann auch gewisse Alltagssituationen als Pin-Zeit einplanen. Die Zeit an der Kasse im Supermarkt könnten beispielsweise als Pinterest-Zeit genutzt werden, um ein paar Repins zu machen.

Wem auch das zeitlich nicht möglich ist, kann eigens dafür angelegte Programme wie Tailwind verwenden. Dieses Programm ist ein Planungstool, das es ermöglicht im Vorfeld einen Zeitplan festzulegen indem die Pins online gehen sollen. Es werden sogar Zeiten vorgeschlagen, in denen es am besten ist, Content zu posten. Die Pins können dort vorab hochgeladen werden. Das Programm postet sie dann zur gewünschten Zeit auf Pinterest. Es werden sogar Repins ermöglicht. Dafür speichert man Pins von anderen Usern bei sich selbst ab und kann sie über Tailwind repinnen. Allerdings kostet dieses Tool 9,99$ pro Monat

Aber auch sonst hat man Chancen auf genügend Reichweite. Aufgrund der langen Lebenszeit eines Pins ist es auch bei weniger populären Zeiten möglich Traffic zu erlangen. Im Allgemeinen ist das Verhältnis 80 zu 20 eine gute Richtlinie für Pins. Damit ist gemeint, dass 80 Prozent des Contents aus Pins von anderen Usern besteht. 20 Prozent sollten eigens erstellte Pins sein.

5. Pinnwände - der Mittelpunkt von Pinterest

Auf Pinterest gibt es drei verschiedene Arten von Pinnwänden: öffentliche, private, und Gruppenboards. Auf die Gruppenboards wird im hierauf folgenden Punkt noch detailliert eingegangen.

Die öffentlichen Boards liegen aber im Fokus. Die Boards sollten jeweils ein Thema beinhalten. Auf diesem Board werden dann alle Pins, die in Verbindung zur Thematik stehen gepinnt. Hier gilt das Prinzip mehr ist mehr. Je spezifischer ein Board ist, umso besser. Wenn ein Pin zu mehreren Boards passt, kann es natürlich auch bei allen gepinnt werden. Das bietet eine höhere Chance, dass User deinen Pin entdecken.

Die privaten Boards dienen, wie der Name schon verrät, der privaten Nutzung. So können sich Pins gemerkt werden, die nicht zum eigenen Content passen. Pinterest bietet den Usern so eine Möglichkeit, den Account professionell zu nutzen und sich trotzdem selbst mit Inspirationen zu versorgen.

6. Gruppenboards

Mit Gruppenpinnwänden lässt Pinterest den sozialen Charakter aufleben. Im Allgemeinen kommt es hier zu wesentlich weniger Interaktionen als auf anderen Plattformen. Mit den Gruppenpinnwänden wird der Austausch mit der Community ermöglicht. Einfach erklärt ist ein Gruppenboard eine normale Pinnwand, jedoch kann der Ersteller andere User dazu einladen ebenfalls Pins auf dieser Pinnwand hinzuzufügen.

Gruppenboards sind deshalb gut für den eigenen Account, weil mehrere Personen schnell auf deinen Pin zugreifen. Außerdem können mehr als nur eine Person Pins repinnen, was wiederum bedeutet, dass mehr Traffic entsteht. Um dieses Ziel schon nach kurzer Zeit zu erreichen, macht es wahrscheinlich mehr Sinn, Gruppenpinnwänden beizutreten, anstatt selber eines zu eröffnen. Doch so oder so ist es eine gute Möglichkeit Ideen noch einfacher mit anderen zu teilen.

Kurz gesagt – Gruppenboards sind eine einfache und effiziente Möglichkeit die Reichweite zu vergrößern und sich auf Pinterest zu platzieren.

7. Relevanz von Hashtags

Hashtags können zusätzlich zu den Keywords in der Beschreibung aufgenommen werden. Vermutlich legt der Algorithmus von Pinterst hier nicht unbedingt mehr wert drauf, als auf die Beschreibung selbst. Wirklich sinnvoll können Hashtags für Kampagnen oder Gewinnspiele genutzt werden: Wenn Gewinnspiele promoted werden und diese mit den passenden Hashtags beschriftet sind, wird die Wahrscheinlichkeit vergrößert, dass viele User den Pin finden.

8. KPI - give it a try

Was vorab gesagt werden muss – auf Pinterest ticken die Uhren anders. Während die absolute Followerzahl auf Instagram und Co. eine essenzielle Rolle spielt, sagt sie auf Pinterest im Verhältnis wenig über den Erfolg eines Accounts aus. Wichtiger sind hier die Follower der einzelnen Pinnwände. Das heißt, dass ein Profil sich nicht unbedingt auf eine Thematik beschränken muss, solange die Pinnwände in sich gut organisiert sind. Natürlich macht es Sinn sich auf einen groben Themenbereich zu konzentrieren, die verschiedenen Pinnwände können trotzdem weit gefächert sein. Die wohl bedeutendste Kennzahl von Pinterest sind “Repins”. Diese zeigt, wieviel Personen einen Pin gerepinnt haben. Und um das repinnen geht es auf Pinterest ja grundsätzlich auch.

Über die Wichtigkeit der monatlichen Betrachter lässt sich jedoch streiten. Viele denken, dass man damit die reale Reichweite auf Pinterest messen kann – was auch stimmt. Doch diese reale Reichweite ist nicht so relevant wie sie zu sein scheint. Besonders in Verbindung mit einem Blog sollte viel Traffic das Ziel sein. Wenn man zig Pinnwände erstellt, die irgendwann stark vom Hauptthema abweichen nur damit man eine höhere Reichweite erhält, liefert das keinen Traffic auf den eigenen Blog. Deshalb sollte man den Fokus weg von der monatlichen Reichweite und hin zu Traffic oder einfach Authentizität legen.

8. Business Account

Wenn man sich dafür entschieden hat, Pinterest auf eine professionelle Weise zu nutzen, sollte man auch mit dem Gedanken spielen einen Business-Account anzulegen. Aber Vorsicht, wenn man einmal seinen privaten Account in einen Business-Account umgewandelt hat gibt es kein Zurück mehr. Deshalb sollten im Vorhinein die Vor- und Nachteile beider Accounts abgewogen werden. Natürlich ist es nicht sinnvoll direkt mit einem Business-Account auf Pinterest zu starten. Man sollte sich zuerst ein wenig herantasten und schauen was die Zukunft bringt. Wenn jedoch ab einem gewissen Zeitpunkt Unternehmen auf den Account aufmerksam werden und ein kommerzieller Charakter entsteht ist es eine Überlegung wert. Mit einem Business-Account genießt man auf jeden Fall mehr rechtliche Sicherheit.

Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit zur Analyse. Denn Pinterest bietet nur den Business-Accounts Analytics für den Account. Man bekommt Informationen über die Zielgruppe, welche Pins funktionieren und welche Dinge noch einmal überdacht werden sollten. Die Kennzahlen sind wichtig, um den eigenen Account immer weiter zu verbessern und sicherzugehen, dass der gelieferte Content auch bei der Community ankommt. Natürlich macht ein Business-Account nur Sinn, wenn man auch gewerblich angemeldet ist. Doch wenn man regelmäßig aufgrund der Tätigkeit auf Pinterest Geld verdient, muss man das ohnehin.

Zum Abschluss ist wichtig zu wissen, dass auch wenn Pinterest als Suchmaschine und nicht unbedingt als typisches soziales Netzwerk gesehen wird, Interaktion wichtig ist. User freuen sich, wenn man auf einen Kommentar oder Repin reagiert. Das signalisiert Interesse. Damit sollte einem super strukturierten, durchdachten, erfolgreichen Account auf Pinterest nun nichts mehr im Wege stehen. Solange man Spaß an der Sache hat, ist es auch keine große Herausforderung mit diesen Tipps den eigenen Account auf Vordermann zu bringen.

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