Inhalt
Grundlagen Influencer Briefing
Die wichtigsten Punkte
Primäre Ziele der Kampagne
Stelle dein Produkt/Marke dem Influencer vor
Kampagnenregeln
Skizziere Ideen
Biete zusätzliche Inspiration

Warum ist ein gutes Influencer Briefing heute so wichtig? Weil es die Grundlage für eine erfolgreiche, effiziente und rechtssichere Zusammenarbeit zwischen Marke, Agentur und Creator bildet. Ein starkes Influencer Briefing bündelt alle relevanten Informationen zur geplanten Influencer Kampagne, schafft Klarheit über Erwartungen, reduziert unnötige Korrekturschleifen und hilft dabei, authentischen Content zu produzieren, der auf Instagram, TikTok oder YouTube wirklich performen kann.
Im Folgenden zeigen wir die wichtigsten Punkte, die ein modernes Influencer Briefing bzw. Creator Brief heute enthalten sollte, damit Markenbotschaft, kreative Freiheit und Kampagnenziele sauber zusammenfinden.
Grundlagen Influencer Briefing
Die wichtigsten Punkte
Primäre Ziele der Kampagne
Stelle dein Produkt/Marke dem Influencer vor
Kampagnenregeln
Skizziere Ideen
Biete zusätzliche Inspiration
Ein modernes Influencer Briefing sollte alle Informationen enthalten, die ein Creator braucht, um die Kampagne nicht nur zu verstehen, sondern erfolgreich umzusetzen. Dazu gehören neben Zielen, Timing und Deliverables auch Informationen zu Zielgruppe, Plattform, Tonalität, Freigaben, Kennzeichnung und Nutzungsrechten. Je klarer das Briefing ist, desto geringer ist das Risiko für Missverständnisse, unnötige Abstimmungsschleifen oder Content, der am Ende nicht den Anforderungen der Marke entspricht.
Gehe sicher, dass das Influencer Briefing den Creator persönlich anspricht, den Rahmen der Zusammenarbeit direkt einordnet und nicht wie ein unpersönliches Standarddokument wirkt. Gleichzeitig sollte es übersichtlich, schnell erfassbar und plattformgerecht aufgebaut sein, damit die wichtigsten Informationen sofort auffindbar sind. Gerade bei Creator-Kampagnen gilt: Ein Briefing soll Orientierung geben, aber nicht die kreative Handschrift des Influencers ersetzen.
Bringe diese Punkte in einem aktuellen Influencer Briefing unter:
Name des Unternehmens, Name der Kampagne und die Produkte oder Dienstleistungen, die beworben werden sollen
kurze Brand- und Produktvorstellung mit den wichtigsten Benefits, Differenzierungsmerkmalen und No-Gos
Ziel der Influencer Kampagne, inklusive konkreter KPIs wie Reichweite, Engagement, Klicks, Saves, Sales, Leads oder UGC-Produktion
Zielgruppe der Kampagne: Wer soll erreicht werden, mit welcher Botschaft und in welchem Kontext?
Plattformen und Content-Formate, z. B. TikTok Video, Instagram Reel, Story, YouTube Short oder zusätzliche UGC-Assets
genaue Deliverables: Anzahl der Assets, Format, Umfang, Veröffentlichungszeitraum und Abgabefristen
Freigabeprozess: Wer gibt wann frei, wie viele Korrekturschleifen gibt es und bis wann muss Content eingereicht werden?
klare Angaben zu Tags, Handles, Links, Rabattcodes, CTAs und ggf. SEO-relevanten Keywords oder Suchbegriffen
Do’s & Don’ts inklusive Markenfit, Tonalität, verbotener Aussagen und Pflichtbestandteile
Regelungen zu Werbekennzeichnung, Nutzungsrechten, Whitelisting/Partnership Ads oder Content Buyout, falls Content auch paid genutzt werden soll.
Wichtig ist außerdem, dass sich ein Creator Briefing heute nicht mehr nur auf Hashtags konzentriert. Für viele Kampagnen sind inzwischen auch Hook, Suchintention, Caption-Struktur, On-Screen-Text und plattformspezifische Keywords relevant, damit Inhalte nicht nur gut aussehen, sondern auch besser gefunden werden. Das gilt besonders für TikTok, Instagram und YouTube, wo Inhalte zunehmend über Suche, Empfehlungen und thematische Relevanz ausgespielt werden.
Hier teilst du deine Vision mit dem Influencer. Wichtig ist, dass die Kampagnenziele nicht zu allgemein formuliert werden. Statt nur „Awareness steigern“ oder „Reichweite generieren“ zu schreiben, sollte klar sein, was konkret erreicht werden soll. Ein gutes Influencer Briefing übersetzt die Marketingziele deshalb in messbare KPIs und erklärt, woran der Erfolg der Zusammenarbeit festgemacht wird. So kann der Creator den Content gezielter auf Wirkung ausrichten.
Bei der Erläuterung der Ziele können zum Beispiel folgende Punkte wichtig sein:
Reichweite, Impressions oder Video Views zur Steigerung von Brand Awareness
Interaktionen wie Kommentare, Shares, Saves, Sticker-Klicks oder Engagement Rate
Traffic-Ziele wie Link-Klicks, App-Installationen oder Landingpage-Besuche
Conversion-Ziele wie Sales, Leads, Registrierungen oder eingelöste Rabattcodes
UGC- oder Content-Ziele, wenn Assets zusätzlich für organische Kanäle, Ads oder den Online-Shop genutzt werden sollen
Community-Ziele wie Markenvertrauen, Produkterklärung oder Aktivierung einer bestimmten Zielgruppe.
Hilfreich ist außerdem, dem Influencer kurz zu erklären, warum die Kampagne läuft und welche Rolle sein Content im Gesamtmix spielt. Geht es um Launch-Kommunikation, Performance-Marketing, Social Proof, Produkteducation oder Content-Produktion für weitere Kanäle? Je besser Creator den strategischen Kontext verstehen, desto passender setzen sie die Botschaft um.
Gib eine kurze, prägnante Beschreibung der Marke, des Produkts oder der Dienstleistung, die beworben werden soll. Wichtig ist dabei nicht nur eine emotionale Beschreibung, sondern auch ein klarer Mehrwert: Was macht das Produkt relevant, für wen ist es gedacht und warum passt es zur Community des Creators? Genau dieser Fit ist entscheidend dafür, ob aus einer Kooperation glaubwürdiger Content entsteht oder ein Posting wie klassische Werbung wirkt.
Beispiel: “In dieser Kampagne brauchen wir dich als Markenbotschafter für den Super-Smoothie, den wir demnächst in den Geschäften einführen werden. Dieser Smoothie wird aus 100% natürlichen Inhaltsstoffen hergestellt und eignet sich hervorragend zur Förderung von Gesundheit und Vitalität. Was könnte besser sein?”
Sinnvoll sind hier außerdem kurze Angaben zu Positionierung, Zielgruppe, Preisniveau, USPs und Wettbewerbsvorteilen. So kann der Influencer das Produkt nicht nur zeigen, sondern auch verständlich einordnen und überzeugend in seine eigene Content-Welt übersetzen.
Umreiße die Regeln der Kampagne klar, aber möglichst creatorfreundlich. Ein gutes Influencer Briefing arbeitet mit Leitplanken statt mit einem engen Skript. Creator brauchen Orientierung bei Botschaften, Markenwerten und rechtlichen Anforderungen, gleichzeitig sollten sie genug Spielraum behalten, um Inhalte in ihrer eigenen Sprache, Bildwelt und Dramaturgie umzusetzen. Genau dort entsteht meist die beste Performance.
Beispiele für sinnvolle Kampagnenregeln sind:
keine falschen oder nicht belegbaren Produktversprechen
keine Erwähnung von Wettbewerbern, wenn dies ausgeschlossen ist
korrekte Schreibweise von Marke, Produktname, Rabattcode und Handle
richtige Verlinkungen, Tags, Hashtags und Call-to-Actions
klare Werbekennzeichnung entsprechend der Zusammenarbeit
keine Inhalte, die nicht zum Markenimage, zur Zielgruppe oder zu rechtlichen Vorgaben passen.
Gerade beim Thema Werbekennzeichnung sollte das Briefing heute eindeutig sein. Wenn eine Gegenleistung erfolgt, muss der kommerzielle Zweck klar erkennbar sein. Deshalb sollte im Briefing festgehalten werden, wie die Kennzeichnung auf der jeweiligen Plattform umgesetzt werden soll, zum Beispiel über „Werbung“, „Anzeige“ oder die bezahlte Partnerschaftsfunktion, sofern diese genutzt wird.
Ebenso wichtig: Wenn der Content später zusätzlich in Ads, auf der Website, im Newsletter oder im Online-Shop genutzt werden soll, gehört das nicht nur in den Vertrag, sondern idealerweise auch transparent ins Briefing. So wissen Creator von Anfang an, ob es sich um reine organische Nutzung, Content Buyout, Paid Usage oder Whitelisting handelt.
Skizziere Ideen für die Präsentation des Produkts oder der Dienstleistung, ohne das Ergebnis komplett vorzuschreiben. In einem guten Creator Brief gibst du den Rahmen vor, aber nicht jede Formulierung. Besonders auf TikTok, Instagram Reels oder YouTube Shorts funktionieren Inhalte meist besser, wenn Creator ihren eigenen Stil, ihre eigene Sprache und ihr Gespür für Hooks, Storytelling und Community-Dynamiken einbringen können.
Hilfreich ist es, Leitfragen oder inhaltliche Ansatzpunkte zu formulieren, zum Beispiel: Welches Problem löst das Produkt? In welchem Alltagsszenario lässt es sich glaubwürdig zeigen? Welche Kernbotschaft soll bei der Community hängen bleiben? So gibst du Orientierung, ohne die Authentizität des Contents zu verlieren.
Wenn bereits Bildwelten, Videos, Brand Assets oder frühere Best Practices vorliegen, können diese dem Influencer als Inspiration zur Verfügung gestellt werden. Ein Moodboard, Beispiel-Visuals, Tonalitätsbeispiele oder Hinweise auf gut performende Content-Stile helfen dabei, die Erwartung der Marke besser zu verstehen. Wichtig ist jedoch, Inspiration nicht mit starrer Vorlage zu verwechseln: Ziel ist Orientierung, nicht Copy-Paste-Content.
Besonders hilfreich sind heute auch Hinweise darauf, welche Inhalte auf welcher Plattform gut funktionieren. Für ein TikTok-Briefing können das zum Beispiel Hook-Ideen, Tempo, Stil oder On-Screen-Text sein. Für Instagram können Story-Abfolgen, Save-Potenzial oder CTA-Platzierung relevant sein. Für YouTube Shorts eher Suchbezug, klarer Nutzen und schnelle Themenführung. So wird aus einem allgemeinen Influencer Briefing ein plattformspezifisches Creator Briefing mit deutlich höherer Relevanz.